Tim Sweeney äußert sich zu Exklusiv-Spielen im Epic Games Store auf Twitter
Laut Tim Sweeney sollen die sogenannten Exklusiv-Deals im Epic Games Store aufhören, sobald Valve seinen Verkaufsobolus auf 12 Prozent reduziert. Derzeit versucht der Epic Games Store dem Konkurrenten Steam Marktanteile abzuringen.
Exklusiv-Titel und die Ambivalenz der Exklusivität zum Erringen von Marktanteilen
Spieltitel, die nur auf bestimmten Plattformen erscheinen, sind unter Spielern nicht sonderlich beliebt. Die Exklusivität von bestimmten Produkten führt zumindest des öfteren dazu, sich mit der neuen Materie erst einmal zu beschäftigen und schlicht, wie in diesem Fall den Epic Games Store überhaupt zu installieren. Ist die Software erstmal installiert, sinkt die Hemmschwelle schnell und weitere Produkte sind bestellt. Die Exklusivität kann also Nutzer dazu bringen, den Launcher überhaupt zu installieren. Auf der anderen Seite steigt kann jedoch die Abneigung durch die erzwungene Einschränkung eben genau diesen Launcher zu verwenden. Abseits der Methoden kann man eine größere Konkurrenz bei Spieleplattformen nur begrüßen, zumindest dann, wenn der Preiskampf auch beim Kunden ankommt.
Twitter: Tim Sweeney im Gespräch
Auf Twitter meldet sich Tim Sweeney von Epic zu Wort und beantwortet die Frage eines Fans, wonach die Exklusiv-Deals, dann aufhören sollen, sobald Steam den Spieleentwicklern und Publishern 88 Prozent der Einnahmen anbietet, ohne größere Bedingungen zu fordern. Er könnte sich sogar vorstellen Titel direkt auf Steam anzubieten. Sweeney ist außerdem davon überzeugt, dass ein 30 prozentiger Verkaufsobolus für den Plattformbetreiber das Hauptproblem für die Spieleentwicklung am PC ist. Die gesamte Unterhaltung findet sich unten:
If Steam committed to a permanent 88% revenue share for all developers and publishers without major strings attached, Epic would hastily organize a retreat from exclusives (while honoring our partner commitments) and consider putting our own games on Steam.
— Tim Sweeney (@TimSweeneyEpic) 25. April 2019
Quelle: Twitter
Kommentare (12)
Plitz schrieb am
Der findet doch nicht mal jetzt statt, wo es bei Epic eigentlich billiger sein MÜSSTE! Es werden genau die selben Preise abgerufen wie auf Steam, der Kunde hat am Ende also exakt null Vorteile, aber alle Nachteile von Epic …
Was Herr Sweeney gerne verschweigt ist einfach, dass Steam diverse Vorteile bietet, welche eben nur durch die höheren Kosten am Leben gehalten werden können.
Allein der Modsupport und die damit verbundenen Kosten für viele Spiele sind ausreichend um jeden Prozentwert der über Epic liegt zu rechtfertigen.
RAZORLIGHT schrieb am
Zieht man die 33 Prozent durch Key-Aktivierungen ab, erhält Valve nur noch 19,8 Prozent von den Einnahmen eines auf Steam angebotenen Spiels.
Tim Sweeney zufolge gibt es 7 Prozent Transaktionskosten. Dazu kommen 30 Prozent Betriebskosten, sowie 23 Prozent Investitionsausgaben. Bei diesen Zahlen handelt es sich um die jährlichen Durchschnittswerte größerer Firmen.
Von den 19,8 Prozent die Valve durch die Verkäufe bekommt, muss die Firma also noch einmal 60 Prozent anderweitig ausgeben. Letzten Endes erhalte Valve also nur 8 Prozent von den Verkäufen eines Steam-Spiels. Infrastrukturkosten sind hier nicht mit einberechnet, da Mortiel die Ausgaben von Valve nicht kennt. Auch die niedrigere Abgaben von Spielen, die sich auf Steam sehr gut verkaufen, sind nicht Teil dieser Rechnung.
Sweeney, so Mortiel weiter, kenne diese Zahlen sehr gut. Und die höchste prozentuale Abgabe die Epic verlangen kann, welche Valve nicht ohne Verlustgeschäft übernehmen kann, seien die genannten 12 Prozent.
Quelle der Übersetzung: https://www.gamestar.de/artikel/epic-games-store-exklusiv-vertraege-ende,3343303.html
Ich wäre nicht traurig, wenn Sweeney mit Schall und Rauch wieder verschwinden würde.
DHAmoKK schrieb am
Railgun schrieb am
skype kann man doch genauso einfach abschalten?
Railgun schrieb am
skype kann man doch genauso einfach abschalten?